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Jobbörse für qualifizierte Teletutoren

Dr. Wiepcke, Claudia :

"Gendersensibles Teletutoring" (3)

Evaluation und Rollenbild der tutoriellen Betreuung im E-Office Management

In den Jahren 2003 und 2004 wurden drei Kurse auf ihre Qualität hin überprüft. Die Evaluationsergebnisse der E-Office Management-Maßnahme haben gezeigt, dass das Selbstvertrauen, die Selbstlernfähigkeit und die Selbstverwirklichung der Lernenden maßgeblich gesteigert werden konnte. Auch der Abbau von Berührungsängsten hinsichtlich der Computertechnik wurde erreicht. Die Lernenden schätzten die Maßnahme als nützlich, interessen- und praxisnah ein. Von besonderer Bedeutung ist die Frage, ob es den Teilnehmenden gelang, nach Durchführung der Maßnahme in das Berufsleben zurückzukehren. Die Evaluation der Wiedereingliederung ein halbes Jahr nach Maßnahmende ergab eine überdurchschnittliche Wiedereingliederungsquote von rund 70 % (ausführlich zur Evaluation des E-Office Management siehe Wiepcke 2006).


Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die didaktisch-methodische Ausrichtung des betreuungsintensiven Teletutorings im E-Office Management die Lerngewohnheiten der weiblichen und z.T. lernentwöhnten Zielgruppe berücksichtigte. Dabei nimmt die tutorielle Betreuung verschiedene Rollen ein, die unterschiedlich gewichtet werden. Das Rollenbild der tutoriellen Betreuung orientiert sich insbesondere an der Zielgruppe der Lernenden. Da diese Personengruppen eher persönlichen Kontakt und intensives Feedback benötigen, um Unsicherheiten im Umgang mit der Technik und mangelndes Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu überwinden, nimmt die motivational-emotionale Rolle (Stärkung sozialer Aspekte, Motivation zur aktiven Teilnahme und Übernahme von Eigenverantwortung durch die Lernenden) ca. 40 Prozent der tutoriellen Aktivitäten in Anspruch.

Je 25 Prozent der tutoriellen Aktivitäten fallen auf die organisatorisch-administrative Rolle (Ziele und Zeitpläne festlegen, Lern- und Arbeitsgruppen bilden, FAQ – allgemeine Informationen einstellen) und die didaktisch-vermittelnde Rolle (Themengebiete gemäß der Lernziele strukturieren, Lernaufgaben formulieren und Lernhilfen geben). Die inhaltliche Rolle nimmt lediglich ca. 10 Prozent der tutoriellen Aktivitäten ein (vgl. Bett/ Gaiser 2004: 6).

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Literaturangaben:

Bett, Katja/ Gaiser, Birgit 2004: E-Moderation.
Online: [Link] (14.04.2008).

Geldermann, Brigitte 2003: Weiterbildung für die Älteren im Betrieb. Online: [Link] (14.04.2008).

Mittelstädt, Ewald 2005: Wirtschaftsdidaktisches Design computergestützter Lernumgebungen. In: Liening , Andreas (Hg.): Dortmunder Beiträge zur ökonomischen Bildung, Nr.: 4, Dortmund.

Ojstersek, Nadine 2007: Betreuungskonzepte beim Blended Learning, Münster.

Wiepcke, Claudia 2006: Computergestützte Lernkonzepte und deren Evaluation in der Weiterbildung. Blended Learning zur Förderung von Gender Mainstreaming, Hamburg.



Dr. Claudia Wiepcke ist seit 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Dortmund. Seit 2001 arbeitet sie am Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Bildung e.V. in Münster als Dozentin und Teletutorin. Sie betreut betriebliche und außerbetriebliche, computergestützte Weiterbildungsmaßnahmen, die u.a. in Kooperation mit der RAG-Bildung und der Deutschen Sparkassenakademie angeboten werden.


3
Online Tutoring Journal, Ausgabe 2(9), April 2008, Wiepcke: Gendersensibles Teletutoring, S. 3.  

Thema der aktuellen Ausgabe: "Aus der Praxis für die Praxis"

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 Experteninterview mit Amer Kakish (Questionmark): Best Practice Beispiele als Kommunikationsanlass

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