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Annett Kienitz :

"IT-Schulungen im Vergleich" (3)

Die technischen Zugangsvoraussetzungen für das Lernen im virtuellen Klassenraum sind ein Computer mit Headset und möglichst Breitband-Internetzugang. Je nach benutztem virtuellen Klassenraum ist die Installation einer Clientsoftware erforderlich. Manche Anbieter arbeiten statt mit VoIP (Audioübertragung über das Internet) mit einer parallelen Telefonkonferenz, wodurch ggf. zusätzliche Leitungskosten entstehen.

Je nach Umfang der Lerninhalte sind ein oder mehrere Live-Online-Sitzungen erforderlich, jede einzelne ist aber kürzer als eine Präsenzschulung, da im virtuellen Klassenraum selten länger als 2 Stunden am Stück gearbeitet wird.

Welche Lernform ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Zur individuellen Entscheidung, welche Lernform gewählt werden sollte, können die verschiedensten Kriterien herangezogen werden: Wie wichtig ist der direkte soziale Kontakt? Wo wird eine Schulung zum gewünschten Lerninhalt angeboten (Anfahrt, Zeitaufwand)? Wann soll gelernt werden (familien- und /oder jobverträglich)? Mit welchen Kosten ist die Teilnahme an einer Schulung verbunden? Welche Art zu Lernen wird bevorzugt, macht am meisten Spaß?

Für Bildungsprojekte in Betrieben kommen noch weitere Fragen hinzu: Wie viele Personen sollen geschult werden? Befinden sich diese Personen am gleichen Standort oder regional verteilt?

Häufig werden auch Kombinationen der Lernformen gewählt, man spricht dann vom so genannten Blended Learning oder Hybriden Lernen. Präsenz- und Online-Phasen können sich abwechseln oder ergänzen. Und auch das Live Online Lernen im virtuellen Klassenraum kann durch tutorielle Betreuung mit Hilfe asynchroner Kommunikationsmittel zwischen den einzelnen Live-Online-Sitzungen bzw. in deren Anschluss ergänzt werden. So lassen sich die Vorteile der verschiedenen Lernformen verbinden.

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Anmerkungen der Autorin:

In diesem Zusammenhang sind folgende Quellen lesenswert:

Im Salzburg NewMediaLab – Kompetenzzentrum für neue Medien wurde von Dr. Guntram Geser mit Stand März 2005 ein Trendradar: E-Learning erstellt.
Darin wird als akzelerierender Trend beschrieben, dass eTutoren zunehmend eine Schlüsselrolle im eLearning einnehmen werden.

Als kontinuierlicher Trend wurde ermittelt, dass asynchrone Medien nach wie vor den Vorzug vor synchronen Medien gegeben wird, da damit der Lerner die Kontrolle darüber behält, wann er sich seinen Lernaktivitäten zuwendet. Als weiterer akzelerierender Trend wurde die Nachfrage nach Lösungen, die unterschiedliche Lernorte, Lernaktivitäten und Kommunikationskanäle integrieren, ermittelt. Diese Lösungen sollten einen flüssigen Übergang zwischen individuellen und Gruppenaktivitäten sowie dem selbst gesteuerten und tutoriell unterstützten (gerade auch synchronen) Lernen ermöglichen.

Volker Pohl beschreibt in seiner Diplomarbeit u. a. die Einführung, Durchführung und Evaluation von Schulungen für eine spezielle Software mittels virtuellem Klassenraum bei der Deutschen Lufthansa AG.

Zentrumsprojekt Digital Content Engineering. F&E-Marktoptionen, Studienergebnisse, Teil IV Trendradar: E-Learning, Stand März 2005, Autor: Dr. Guntram Geser, Salzburg NewMedialab, S. 29 bis 31

Diplomarbeit im Studiengang Medieninformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH),
Autor: Volker Pohl, eingereicht am 17.06.2005, Thema: IT-Training: Virtuell und OnDemand – Konzeption, Einsatz und Evaluation eines Virtual Classroom und Umsetzungsmöglichkeiten einer interaktiven Online-Hilfe als Lernmedium am Beispiel CONNECT 2 bei der Deutschen Lufthansa AG [Link]

Weitere Literaturhinweise:

IT-Training, hauptsächlich in Präsenzform:

Christian Opel, Dagmar Powitz: Der IT-Tutor Leitfaden für EDV-Trainer. Bhv im Verlag moderne industrie Buch AG & Co.KG, Bonn 2002.

Lutz Weigelt: Gegen Reizhusten ... Überlebensrezepte für Trainer. Mitp im verlag moderne industrie Buch AG & Co.KG, Bonn 2005.

Für Online-Dozenten, hauptsächlich in asynchronen Lehr- Lernszenarien:

Frank Busch, Thomas B. Mayer: Der Online-Coach. Wie Trainer virtuelles Lernen optimal fördern können. Beltz Verlag, Weinheim und Basel 2002.

Live-Online-Lehren im virtuellen Klassenraum:

Glänzer, Heike: Trainerleitfaden für ein live e-le@rning Seminar. ManagerSeminare Verlags GmbH, Bonn 2004.

Reß, Lore (Hrsg.): Live-Online-Lehren. Methoden und Übungen für das virtuelle Seminar. Daten+Dokumentation GmbH, Friedberg 2003.


Die Autorin:
Dipl. Ing. Annett Kienitz
ist als EDV-Trainerin, Teletutorin und E-Trainerin tätig.



3
Online Tutoring Journal, Ausgabe 1 (4), 2007, Kienitz, A.: IT-Schulungen im Vergleich, S. 3.  

Thema der aktuellen Ausgabe: "Methodik und Didaktik des Live-E-Learning im virtuellen Klassenzimmer"

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 Editorial

 Experteninterview mit Lore Reß

 Artikel: Praxis des Virtual Classroom

 Artikel: Das Interaktionsradar

Artikel: Technische Kompetenz als Basis

Artikel: IT-Schulungen im Vergleich

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