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Jobbörse für qualifizierte Teletutoren

Klute, M./Pflüger, G.:

"Selbstständig als Teletutor? Von der Geschäftsidee zur eigenen Existenz" (5)

Das Angebot eigener Online-Kurse auf einer Lernplattform unterliegt je nach Konzeption dem Fernunterrichtsschutzgesetz [Link] und setzt ggf. ein kostspieliges und aufwendiges Zulassungsverfahren voraus. Zudem stellt sich dann das Problem des Vertriebs: wie komme ich als Teletutor an Kunden bzw. Teilnehmer für von mir angebotene Online-Kurse? Neue Angebote wie die Netviewer Academy [Linktipp; vgl. auch Interview in der aktuellen Ausgabe] ermöglichen es Teletutoren, ihre Kurse auf einer Plattform gegen Umsatzbeteiligung anzubieten. In diesem Falle muss sich der Teletutor auch nicht um die Verwaltungs- und Buchungsmodalitäten kümmern und kann sich auf sein Kerngeschäft, das Online Training, konzentrieren.

Businessplan – ohne Fahrplan weiß man nicht wo man ankommt

Ein Businessplan ist wie eine Landkarte, auf der man den gewünschten Weg zum Ziel eingezeichnet hat. Darin werden die einzelnen Streckenabschnitte und Stationen nach wirtschaftlichen Kriterien (Umsatz, Ergebnis, Kapitalbedarf usw.) festgelegt. Ein guter Businessplan ist z.B. eine Vorausetzung, um Fremdmittel für den Aufbau des Geschäfts von Kapitalgebern zu bekommen.

Ein Businessplan enthält allgemein die folgenden Punkte:
1. Unternehmen: Werdegang des Gründers, Unternehmensvision, Unternehmenszweck, geplante Entwicklung, Eigentümerstruktur, Betriebsstandorte usw.
2. Produkte und Dienstleistungen: Beschreibung, Besonderheiten, Stärken, Nutzen, Entwicklung usw.
3. Märkte und Marktsegmente: Marktsituation, Marktgröße, Wettbewerbsanalyse usw.
4. Marketing und Vertrieb: Kommunikation der Leistung, Preismodell, Vertriebskonzept usw.
5. Organisation und Management: Strukturorganisation, Geschäftsprozesse, Aufgabenverteilung, Führungspersonen, Personalentwicklung, Rechnungswesen/Controlling (extern) usw.
6. Finanzplanung: Umsatzplanung, Ergebnisentwicklung, Liquiditätsplanung usw.
7. Anhänge wie Prämissen, Umsatz- und Ergebnisplanung, Investitionsplanung, Liquidität, Finanzierung, Personal, Lebensläufe des Managements usw.

Für den Businessplan ist wichtig, das Kerngeschäft, die Zielgruppen und die Stärken des Unternehmens positiv herauszustellen.

Manfred Klute

Dipl.-Kaufmann, über 25 Jahre Erfahrung in der IT, davon 20 Jahre als Geschäftsführer von IT-Beratungsunternehmen, Software- und Systemhäusern in Konzernunternehmen und im Mittelstand.

Gabriela Pflüger

Expertin für neue Lerntechnologien, Staatsexamen Germanistik/Pädagogik (LA Sek. II), Unternehmensleitung teletutoren.net

Erfolgscontrolling – Voraussetzung für Stabilität und Wachstum

Das Geschäft ist angelaufen - was nun? Ein Sprichwort sagt: Aller Anfang ist schwer! Der Teletutor hat seine ersten Aufträge bekommen und freut sich über seinen Erfolg.
Für Einzelkämpfer z.B. zeigt sich sehr schnell, dass das Geschäft einem Zyklus unterliegt. Man ist gut unterwegs, die Auslastung ist hoch, das Ende des Auftrags ist noch lange hin. Die Meisten, die sich im Dienstleistungsbereich selbstständig gemacht haben, mussten diese Erfahrung machen: vor lauter Beschäftigung hat man vergessen, rechtzeitig für Folgeaufträge zu sorgen. An dieser Stelle ist ein Controlling-System sinnvoll, mit dem nicht nur die Vergangenheitsdaten analysiert werden können, sondern mit dem man insbesondere nach vorne gucken kann. Auftragsbestand und -reichweite sind die entscheidenden Kriterien in einem kybernetischen Regelkreis, die eine Aussage darüber treffen, wann man sich wieder rechtzeitig um neue Aufträge kümmern muss. Wer diese Regeln befolgt, kann mit seinem Geschäft weiter wachsen.

Expertennetzwerk teletutoren.net – Erfahrungsaustausch und Auftragsvermittlung

Teletutoren empfinden sich häufig als Einzelkämpfer und sehen andere Teletutoren als Konkurrenten an. Dies muss aber nicht sein. Seit Anfang 2006 existiert das Netzwerk qualifizierter Teletutoren teletutoren.net [Link]. Die ca. 60 Mitglieder pflegen untereinander regen Erfahrungsaustausch und kooperieren in Bezug auf die Entwicklung innovativer Konzepte und Kursangebote. Regelmäßige interne Weiterbildungen und gemeinsame Projekte (z.B. Teletutorentreffen im Rahmen der Fachmesse Learntec, siehe auch: Link) tragen dazu bei, dass die Mitglieder des Netzwerks im sich schnell entwickelnden E-Learning-Bereich stets auf dem Laufenden bleiben und bei Innovationen eine Vorreiterrolle einnehmen können.
Ein großer Teil der im Netzwerk teletutoren.net zusammengeschlossenen Teletutoren arbeitet freiberuflich als Teletutor. Daneben sind fast alle Mitglieder auch im Trainings-, Coaching- oder Beratungsbereich tätig. Da der Markt für freiberufliche Teletutoren sich noch in der Entstehung befindet und lukrative Jobangebote rar sind, geht es ohne mindestens ein weiteres Standbein (bislang) nicht. Ein gemeinsames Ziel des Netzwerks ist es daher, den Markt für qualifizierte freiberufliche Teletutoren mitzuentwickeln und zu erschließen. Die regelmäßigen Anfragen von Bildungsanbietern zeigen, dass dieser Markt in Bewegung gekommen ist und sich künftig noch vergrößern wird.

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Literaturtipp: Hofert, Svenja: Erfolgreiche Existenzgründung für Trainer, Berater und Coachs. Gabal Verlag 2006.

Veranstaltungshinweis:

29.-31.01.2008

Sie können die beiden Autoren persönlich kennenlernen im Rahmen der Veranstaltung für Teletutoren am Mittwoch, dem 30.01.2008 auf der Learntec 2008 (Messe Karlsruhe)

Nähere Informationen und Anmeldeformular unter: teletutoren.net/learntec


Online Tutoring Journal, Ausgabe 4(7), Oktober 2007,Klute/Pflüger: Selbstständig als Teletutor, S. 5.  

Thema der aktuellen Ausgabe: "Geschäftsmodelle für Teletutoren"

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 Editorial

 Experteninterview mit Kathrin Möschle (Netviewer-Academy)

 Artikel: Selbstständig als Teletutor

 Erfahrungsbericht: Live-Online-Sprachtraining als Geschäftsfeld

   Der Kommentar: Investitionen als Teletutor - eine Zwischendurchbilanz

 Proposals Ausgabe 1/2008

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